Niedersachsen, Bremen I

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Asendorf, Schweineschnäuzchen

– Bahnen im Harz, Inselbahnen und viele mehr

 

Schmalspurbahnen in Niedersachsen + Bremen
Schmalspurbahn News aus Bremen
Schmalspurbahn News aus Niedersachsen
Die Gliederung: (Quelle der Anrisstexte und Streckengrafiken (Legende): Wikipedia)
  Gesellschaft (Spurweite in mm)
  Gesamt-Strecke
Vereins- oder Museumsbahnadresse
Teilstrecke eröffnet Länge Kursbuchstrecke Autor / Bemerkungen
1.

Borkumer Kleinbahn (900mm), Karte
in Betrieb, Betreiber Borkumer Kleinbahn und Dampfschifffahrtsgesellschaft mbH, Pf 1266, 26738 Borkum, Tel.: 04922-3090

Die Borkumer Kleinbahn (BKB) ist eine Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 900 mm auf der ostfriesischen Nordseeinsel Borkum. Die wichtigsten Ortsteile der Insel, Borkum-Stadt (Bahnhof Borkum), Borkum-Dorf (Haltepunkt Jakob-van-Dyken-Weg) und Borkum-Reede (Bahnhof Reede), verfügen über Stationen. Die Strecke stellt bis heute eine wichtige Verkehrsader der Insel dar. Die Borkumer Inselbahn ist inzwischen eine Nebenbahn, nennt sich aber weiterhin Kleinbahn. Die Borkumer Kleinbahn ist die letzte zweigleisige Schmalspurbahn in Deutschland.1879 wurde eine Pferdebahn in der Spurweite 900 mm errichtet, um das Baumaterial für den Bau des Neuen Leuchtturms von der Entladestelle der Schiffe am Hopp, an der Ostseite der Insel, zur Baustelle an der Westseite der Insel zu bringen. 1885 wurde, nach längeren Verhandlungen zwischen dem Bauunternehmen und Betreiber der Pferdebahn, Habich & Goth, der Stadt Emden und der Finanzdirektion Hannover ersterem eine Konzession zum Betrieb einer Eisenbahn aufgrund des Preußischen Eisenbahngesetzes von 1838 auf 30 Jahre zwischen einer neu zu errichtenden Landungsbrücke und …

  Borkum Dorf – Borkum=Reede 1888 7,4 km heute: 12100
(Museumsdampfbetrieb)
 

ab 1879 Pferdebahn zum Materialtransport

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Ostlandbahn Borkum (900mm)

Die Ostlandbahn war eine schmalspurige Eisenbahnstrecke mit einer Spurweite von 900 mm auf der ostfriesischen Nordseeinsel Borkum, die – in Verlängerung der Borkumer Kleinbahn (BKB) – von deren Bahnhof Borkum aus ab 1908 durch die Kaiserliche Marine als Marinebahn errichtet und betrieben wurde. Die Ostlandbahn ist nach dem Borkumer Ortsteil und der gleichnamigen östlichen Inselhälfte benannt. Sie diente dazu, die auf der Insel gelegenen Militäranlagen der Kaiserlichen Marine zu versorgen. Diese entstanden, nachdem Kaiser Wilhelm II. die Insel Borkum 1902 zur Seefestung erklärt hatte. Die meisten Militäranlagen auf der Insel erhielten – zumindest während der Bauphase – einen Gleisanschluss. 1908 wurde die Strecke bis zur Dünenbatterie errichtet (ca. km 5,3) und 1912/13 bis zur Hörnbatterie (km 8,594) verlängert. 1915 wurde noch ein Umgehungsgleis um die …

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Nordstrandbahn Borkum (900mm)

Die Nordstrandbahn war eine schmalspurige Eisenbahnstrecke mit einer Spurweite von 900 mm der Borkumer Kleinbahn (BKB) auf der ostfriesischen Nordseeinsel Borkum. Sie schloss unmittelbar nach dem Bahnhof Borkum mit einem Gleisdreieck an die Stammstrecke der BKB an. So konnten sowohl Züge, die aus Richtung Reede kamen, als auch solche vom Bahnhof Borkum, ohne Fahrtrichtungswechsel in die Strecke einfahren. Sie diente zunächst dem Wasser- und Schifffahrtsamt, um Material zum Ausbau und Unterhalt der westlichen Schutzbauwerke gegen Sturmfluten an seine Baustellen zu transportieren. Die Strecke wurde ab 1929 auch im Personenverkehr bedient, nachdem der Sandbadestrand vor …

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2.

Baltrumer Inselbahn (600mm), Karte

Die Inselbahn Baltrum war eine nichtöffentliche Insel- bzw. Feldbahn für den Gepäcktransport in der Feldbahnspurweite 600 mm auf der ostfriesischen Insel Baltrum in Deutschland. Die Inselbahn Baltrum war eingleisig, nicht elektrifiziert und existierte von 1949 bis 1985. Neben dem Bauhof des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA), der ab 1949 eine eigene Gleisverbindung mitsamt einer eigenen Lokomotive besaß, existierte zunächst nur ein einzelnes Feldbahngleis für den Gepäck- und Frachttransport zwischen dem Anleger und dem rund 400 Meter entfernten Güterschuppen inklusive eines Gleisanschlusses zu einer …

  Anleger – Reederei 1960 0,5 km    

Stilllegung 1985

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3.

Inselbahn Langeoog (1000mm), Karte

Die Inselbahn Langeoog ist eine nicht elektrifizierte, meterspurige und eingleisige Schmalspurbahn auf der ostfriesischen Insel Langeoog. Sie wird vom Eigenbetrieb Schiffahrt der Inselgemeinde Langeoog betrieben. Die Inselbahn verbindet auf 2,6 Kilometer Länge den Fährhafen mit dem Ort Langeoog. Am 22. Juni 1901 wurde von der Dampfschiffsreederei Esens-Langeoog eine 3,5 Kilometer lange, meterspurige Pferdebahn in Betrieb genommen, die vom damaligen Anleger nahe dem heutigen Hafen durch das Inseldorf zum Hospiz führte. Die 1925 geplante Umstellung auf Motorbetrieb scheiterte zunächst an den Auflagen der Gemeinde und konnte erst durchgeführt werden, als am 18. und 27. Oktober 1936 schwere Sturmfluten den Anleger zerstört hatten. Die neue Bahnstrecke ging am 2. Juli 1937 in Betrieb. Seitdem endet die Bahn im neu errichteten Bahnhof am Ortsrand, da die Kurvenradien im Dorf …

  Bahnhof – Hafen 1901 2,6 km heute: 10005 Malte Werning

Pferdebahnbetrieb bis 1937
in Betrieb, Eigenbetrieb Schiffahrt der Inselgemeinde Langeoog

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4.

Inselbahn Spiekeroog (1000mm), Karte
heute: Nordseebad Spiekeroog GmbH, Noorderpad 25, 26474 Spiekeroog, Tel.: 04976-919322

Die Spiekerooger Inselbahn ist eine eingleisige, meterspurige und nicht elektrifizierte Bahnstrecke auf der ostfriesischen Insel Spiekeroog. Seit der Stilllegung der eigentlichen Inselbahn Spiekeroog wird eine Museumspferdebahn auf der Teilstrecke Bahnhof–Westend betrieben. Mit der Aufnahme des Badebetriebes am Herrenstrand am Westend bestand Bedarf an einer bequemen Verkehrsverbindung zwischen Dorf und Badestrand. Am 9. Juli 1885 wurde die Strecke als meterspurige Pferdebahn eröffnet. Die Bahn begann im Noorderloog vor Haus Nummer 10 und führte über den Westerloog durch den Deichschart bis zum Westend. Die Strecke war 1,6 Kilometer lang; es bestanden Zwischenstationen vor dem Hotel zur Linde, vor Günsels Hotel und am Damenpad. Eine erste Remise wurde …

  Alter Bf. Spiekeroog –  Sturmeck, Café Westend 1885 1,7 km   Malte Werning
Weststrand – Landungsbrücke 1896 1,8 km

Museums-Pferdebahn Spiekeroog Bf. -Cafe Westend

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5.

Wangerooger Inselbahn (1000mm), Karte

in Betrieb, Betreiber Deutsche Bahn, NL Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge, 2604 Wittmund, Tel.: 04464-949411

Die Wangerooger Inselbahn ist eine eingleisige, nicht elektrifizierte und meterspurige [1] Bahnstrecke auf Wangerooge, eine der Ostfriesischen Inseln. Sie ist die einzige von der Deutschen Bahn betriebene Schmalspurbahn und ist das wichtigste Verkehrsmittel der autofreien Insel. Die Wangerooger Inselbahn wurde 1897 in Meterspur von der Großherzoglich Oldenburgischen Eisenbahn (GOE) eröffnet. Der Betrieb wurde von Beginn an mit Dampflokomotiven durchgeführt, nicht als Pferdebahn wie auf einigen benachbarten Inseln. Die Strecke führte vom neu erbauten Anleger im Südwesten der Insel in das …

  Wangerooge – Westanleger 1897 4,6 km heute: 10007 Malte Werning
Saline – Westturm 1900 1,6 km
Bf. Wangerooge – Ostanleger 1904 5,1 km
Saline – Marineanleger 1917 2,0 km
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6.

Juister Inselbahn (1000mm), Karte

Die Inselbahn Juist war eine eingleisige, meterspurige und nicht elektrifizierte Bahnstrecke auf der ostfriesischen Insel Juist. Sie war die erste motorbetriebene Inselbahn Deutschlands und wurde 1982 stillgelegt, nachdem ein ortsnaher Hafen errichtet worden war. 1894 wurde ein hölzerner Anleger gebaut, 1896 wurde er landseitig verlängert. Am 19. Juni 1898 nahm die Inselbahn als Pferdebahn ihren Betrieb auf. Die Anlage fiel aber noch im gleichen Jahr einem Unwetter zum Opfer. Man beschloss, nach der Wiedererrichtung der Bahnanlage eine Lokomotive mit Verbrennungsmotor einzusetzen. Am 4. August 1899 wurde die Bahn für den Betrieb abgenommen und damit …

  Anleger – Inselbahnhof 1898 2,7 km    

Stilllegung 1982

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7.

Kehdinger Kreisbahn (1000mm), Karte

Die Kehdinger Kreisbahn (KKB) war eine 50,5 km lange Schmalspurbahn in Meterspur, die den damaligen Kreis Kehdingen (heute Nordwesten des Landkreises Stade) erschloss. Sie verband von 13. Juni 1899 bis 15. November 1933 die Stadt Stade über Bützfleth, Drochtersen, Wischhafen, Freiburg (Elbe) und Balje mit Itzwörden (Ortsteil von Geversdorf, heute Landkreis Cuxhaven). Der Personenverkehr im Abschnitt nördlich von Freiburg (Elbe) wurde bereits am 22. Mai 1932 aufgegeben. Die Kehdinger Kreisbahn (KKB) war Eigentum des Kreises Kehdingen (ab 1932: Kreis Stade) und hatte ab 1910 …

  Stade – Itzwörden 1899 51,8 km 1934: 190m Tim Bruns
Horne – Glashütte Brunshausen 1903 0,7 km
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8.

Kreisbahn Emden-Pewsum-Greetsiel (1000mm), Karte

Die Kreisbahn Emden–Pewsum–Greetsiel war eine 23 Kilometer lange, meterspurige Kleinbahn in Ostfriesland, welche ursprünglich ein Eigenbetrieb des Landkreises Emden in Ostfriesland war, der 1932 größtenteils in den Landkreis Norden eingegliedert wurde. Die in Meterspur angelegte Kleinbahnstrecke begann in Emden Kreisbahnhof nahe dem Staatsbahnhof Emden West, der 1935/36 aus der Haltestelle Larrelter Straße entstanden war. Sie führte durch die Landschaft Krummhörn über Hinte und Pewsum bis nach Greetsiel an der Leybucht. In ihrem Einzugsgebiet war die Eisenbahn auch als …

  Emden – Pewesum 1899 12,4 km 1934: 199g  
Pewesum – Greetsiel 1906 10,4 km
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9. Kleinbahn Emden-Emden Außenhafen (1000mm)
  Emden Stadt – Häfen 1902 3,8 km 1934: 195  
Umspurung
10.

Kleinbahn Leer-Aurich-Wittmund (1000mm), Karte

Die schmalspurige Kleinbahn Leer–Aurich–Wittmund (LAW; heute Kreisbahn Aurich GmbH) führte in Meterspur von Leer über Aurich nach Esens und Bensersiel. Eine Zweigstrecke führte von Ogenbargen nach Wittmund. Die Kleinbahn erschloss so die ostfriesische Halbinsel, deren Bewohner über diesen Transportweg einerseits landwirtschaftliche Produkte in die Städte liefern und sich andererseits mit technischen Gütern und Kolonialwaren versorgen konnten. Im Volksmund wurde die Kleinbahn mit einer typisch ostfriesischen Wortschöpfung als Jan Klein bezeichnet. Die Busse der aus der Kleinbahn hervorgegangenen Verkehrsbetriebe Kreisbahn Aurich tragen diesen Namen noch heute. 1898 wurde die Kreisbahn Aurich GmbH von den Landkreisen Leer, Aurich und Wittmund gegründet[1], bereits ein Jahr später wurde der erste Streckenabschnitt der Gesellschaft zwischen Wittmund und Aurich mit einer Spurweite von 1000 mm eröffnet. Bis 1909 wuchs das Streckennetz auf rund 85 Kilometer, wodurch die Kreisbahn eine der größten Kleinbahnen im Nordwesten Deutschlands wurde. Im Jahr 1930 ging die Gesellschaft in Konkurs. Mit finanziellen Mitteln der Provinz Hannover und des preußischen Staates wurde 1931 die Kleinbahn …

  Aurich – Wittmund 1899 27,5 km 1934: 199k  
Aurich – Leer 1900 40,1 km
Ogenbargen – Bensersiel 1909 16,4 km

Stilllegung 1969

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11.

Cloppenburger Kleinbahn (750mm), Karte

Die Bahnstrecke Cloppenburg–Landesgrenze gehörte bis 1939 dem Bahnverband Cloppenburg, den die Gemeinden Cloppenburg und Lastrup gegründet hatten, an. Dieser erbaute eine 29,2 km lange Schmalspurbahn in der Spurweite von 750 mm, die von der oldenburgischen Stadt Cloppenburg in westlicher Richtung auf die preußische Stadt …

  Cloppenburg – Lindern 1900 24,7 km 1934: 198g  
Lindern – Landesgrenze 1902 4,5 km
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12.

Hümmlinger Kreisbahn (750mm), Karte

Die Bahnstrecke Lathen–Werlte ist eine eingleisige, nicht elektrifizierte Nebenbahn im niedersächsischen Landkreis Emsland. Erbaut und betrieben wurde sie bis 1992 von der Hümmlinger Kreisbahn. Seit 1993 heißt das Infrastrukturunternehmen Emsländische Eisenbahn (EEB).

Die Kleinbahnstrecke von Lathen nach Werlte wurde auf Betreiben des Landrates des Kreises Hümmling, August Peus, gebaut. Am 13. August 1898 nahm die Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 750 mm für Personen- und Güterverkehr den Betrieb auf. Die bescheidenen Erwartungen an den Verkehr wurden übertroffen, so dass schon bald neue Betriebsmittel beschafft werden mussten. Geplant wurde auch eine Verlängerung der Strecke über Werlte hinaus bis zur oldenburgischen Grenze, von wo aus es eine Bahnstrecke nach Cloppenburg gab; verwirklicht wurde dies indes nie. Ab 1934 wurde im Personenverkehr ein Dieseltriebwagen eingesetzt. 1935 wurde der Rollwagenverkehr eingeführt. Um die Achslast gering zu halten, wurden sechsachsige Rollwagen beschafft; auf vier Bahnhöfen wurden …

  Emshafen Lathen – Werlte 1898 27,9 km 1934: 198h  

Umspurung 1955 – 1957

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13.

Kleinbahn Lingen-Berge-Quakenbrück (750mm), Karte

Die schmalspurige Kleinbahn Lingen–Berge–Quakenbrück erschloss zwischen dem 31. Mai 1904 und ihrer Stilllegung am 31. Mai 1952 48 Jahre lang den ländlich orientierten Raum zwischen den beiden Städten Lingen und Quakenbrück. Die Kleinbahn entstand aus dem Bestreben der Gemeinde Berge den umgebenden ländlichen Raum verkehrsmäßig besser anzuschließen. Ein erster Versuch, ein solches Bahnprojekt zu realisieren, scheiterte 1897. Erst nachdem die Gemeinde Wettrup ebenfalls Interesse an einer Bahnverbindung gezeigt hatte, wurde ein Komitee der beiden beteiligten Kreise Lingen und Bersenbrück und der an der Bahnstrecke anliegenden Ortschaften gegründet, welches bis zum Jahresende 1899 die Vorarbeiten für die Bahnstrecke ausarbeitete. Am 2. Oktober 1901 wurde die Kleinbahn Lingen – Berge – Quakenbrück GmbH gegründet; von den 1.307.600 Mark Gründungskapital übernahm das Land …

  Lingen Hafen – Quakenbrück 1904 56,9 km 1934: 198b  
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14.

Oldenburgische Staatsbahn (750mm), Karte

Die Ocholt-Westersteder Eisenbahngesellschaft war eine Eisenbahn, die den Verkehr zwischen den Orten Ocholt und Westerstede betrieb. Da die 1869 eröffnete Bahnstrecke Oldenburg–Leer am Ort Westerstede vorbeiführte, gab es bald Initiativen, eine Verbindung zum nächsten Bahnhof herzustellen. Nachdem am 22. Dezember 1874 die Konzession erteilt worden war, begannen im März 1876 die Bauarbeiten, und am 1. September 1876 konnte die schmalspurige Strecke in Betrieb genommen werden. Diese Bahn war eine der ersten Schmalspurbahnen in Deutschland für den öffentlichen Verkehr überhaupt, nur die …

  Ocholt – Westerstede 1876 7,0 km 1934: 199c  

Umspurung 1905

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15.

Kleinbahn Bremen-Tarmstedt (1000mm), Karte

Die Kleinbahn Bremen−Tarmstedt (die sich selbst Br.–T. abkürzte), volkstümlich „Jan Reiners“ genannt, war eine schmalspurige Eisenbahnstrecke zur Erschließung der Moorgebiete nördlich von Bremen. Sie war von 1900 bis 1956 in Betrieb. Im Oktober 1891 wurde vom landwirtschaftlichen Verein Lilienthal unter seinem Vorsitzenden Johann Reiners erstmals der Bau einer Bahn durch die Moorgebiete angeregt. Geplant war zunächst eine normalspurige Sekundärbahn von Horn über Lilienthal, Zeven und Harsefeld bis an die Unterelbe. Das Kriegsministerium in Berlin verlangte allerdings für eine Konzessionierung die Ausführung als Vollbahn, um auch Militärzüge über die Bahn leiten zu können. Die höheren Baukosten hierfür konnten jedoch nicht aufgebracht werden, so dass man die Strecke zu einer schmalspurigen Kleinbahn mit 1.000 mm Spurweite umplante. Ein weiterer wichtiger Grund für den Entschluss, die Strecke auf 1.000 mm Spurweite zu konzeptionieren, waren die unbefristeten Ladezeiten der Güter, die im Moor durch die fehlende …

  Bremen – Tarmstedt 1900 26,7 km 1934: 193a  
Tarmstedt – Tarmstedt Ost 1927 0,3 km
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16.

Kleinbahn Hoya-Syke-Asendorf (1000mm), Karte     Fotoseite
heute: DEV, Postfach 1106, 27300 Bruchhausen-Vilsen, Tel.: 04252-93000

Während die Hoyaer Eisenbahn schon im Jahre 1881 von Osten her bis zur Weser bei Hoya verkehrte, waren die Gemeinden in der von Landwirtschaft geprägten Gegend um Bruchhausen-Vilsen noch jahrelang ohne Gleisanschluss.

So bildete sich eine GmbH, an der der preußische Staat, der Kreis Hoya und 22 Gemeinden beteiligt waren. Am 6. Juni 1900 wurde die 29 km lange, meterspurige Kleinbahnstrecke von Syke über Heiligenfelde und Bruchhausen-Vilsen bis Hoya eröffnet. Gleichzeitig entstand eine acht Kilometer lange Zweigbahn von Bruchhausen-Vilsen nach Asendorf und am 1. Juni 1905 noch die drei Kilometer lange Verbindung Hoya–Bücken, so dass das Meterspurnetz 40 Kilometer umfasste. Erst am 5. Oktober 1912 kam es zur Verbindung der beiden Bahnbetriebe, als die Hoyaer Eisenbahn auf einer von der HSA erbauten Brücke um zwei Kilometer auf das …

  Hoya – B=V – Syke 1900 28,8 km 1934: 197q, 197r
heute:
12383
DEV
Bruchhausen=Vilsen – Asendorf 1900 7,8 km
Verbindungsgleis Weserhafen 1912 0,7 km
Hoya – Bücken 1905 3,2 km

Museumsbetrieb ab Asendorf
Umspurung Hoya – Syke 1966
Stillegung Reststrecken 1963-1971

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17.

Osteroder Kleinbahn (750mm / 750mm+1435mm), Karte

Die Bahnstrecke Osterode–Kreiensen, besser bekannt als Kreisbahn Osterode–Kreiensen, war eine 33 km lange Schmalspurbahn mit 750 mm, streckenweise 1435 mm Spurweite, die die Stadt Osterode am Harz mit dem Bahnknoten Kreiensen im Tal der Leine verband, und 2010 komplett für den Bahnverkehr entwidmet worden ist. …

Nachdem die Preußische Staatsbahn mehrfach Wünsche nach Verbindungen von Osterode nach Northeim oder Kreiensen abgelehnt hatte, beschloss der damalige Landkreis Osterode, selber eine Schmalspurbahn zu bauen, die er auch stets selbst betrieb. Statt des einfachen Weges entlang der Söse nach Northeim wurde eine aufwändige Trassierung nach Kreiensen gewählt, um …

  Osterode – Förste 1898 9,4 km 1934: 176g  
Westerhof – Kreiensen 1899 15,7 km
Förste – Westerhof 1901 7,5 km
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18.

Gartetalbahn (750mm), Karte

Die Gartetalbahn oder Göttinger Kleinbahn AG war eine Schmalspurbahn, die von 1897 bis 1957 von Göttingen nach Rittmarshausen und von 1907 bis 1931 weiter nach Duderstadt führte. Die Gartetalbahn AG wurde als Göttinger Kleinbahn AG am 16. November 1896 gegründet. Beteiligt waren der Landkreis und die Stadt Göttingen, die Gemeinde Rittmarshausen sowie die Bahnbau- und Betriebsunternehmung Lenz & Co GmbH, die bis 1938 auch den Betrieb führte. Anschließend lag die Betriebsführung beim Niedersächsischen Landeseisenbahnamt in Hannover.

Die Gesellschaft eröffnete am 19. Dezember 1897 eine Kleinbahn in der Schmalspur von 750 mm, die von Göttingen im Tal der Garte, eines Nebenflusses der Leine, aufwärts nach Rittmarshausen führte, wo sich stets der Betriebsmittelpunkt befand. Zehn Jahre später, am 1. Juli 1907 verlängerte man die Bahn sogar bis zur Kreisstadt des Nachbarkreises Duderstadt, die bereits …

  Göttingen – Rittmarshausen 1897 18,3 km 1934: 179c  
Rittmarshausen – Duderstadt 1907 17,8 km

Stillegung ab 1931

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19.

Südharz Eisenbahn (1000mm), Karte

Die Schmalspurbahn Walkenried–Braunlage mit dem Abzweig nach Tanne war eine 1899 eröffnete Schmalspurbahn in Meterspur im Harz. 1963 wurde der letzte Streckenteil stillgelegt. Betriebsführerend war stets die Südharz-Eisenbahn-Gesellschaft (SHE). Interesse an einem Eisenbahnanschluss im Südharz hatten die betroffenen Gemeinden schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Vielfältige Varianten wurden vorgeschlagen, aber immer aus Kostengründen wieder verworfen (unter anderem eine Verlängerung der Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn über Zorge nach Walkenried). Ein Eisenbahnbaukomitee gründete sich 1894, das schließlich die Konzession für eine Strecke Walkenried–Braunlage mit einem Abzweig nach Tanne erhielt. 1896 begannen die Vermessungsarbeiten, in deren Folge die Streckenführung noch einmal überarbeitet wurde. Die ursprünglich notwendige Zahnradbahn konnte durch eine Verlängerung der Strecke entfallen. Die AG Südharz-Bahngesellschaft wurde am 28. April 1897 eingetragen und daraufhin begannen die eigentlichen …

  Wurmberg – Walkenried 1899 27,6km 1934: 176m,
176n
Roland Worch
Brunnenbachsmühle – Tanne 1899 8,3km
Eisenbahn im Bf. Sorge 1913 0,1km

Stillegung 1954-1963

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20.

Bleckeder Kleinbahn (750mm), Karte

Die Bleckeder Kreisbahn war ein Eigenbetrieb des damaligen Kreises Bleckede in der preußischen Provinz Hannover. Ihr gehörte ein (ab 1904) 60 km umfassendes Kleinbahnnetz in der Spurweite von 750 mm, das von der Bahnbau- und Betriebs-Gesellschaft Lenz & Co. GmbH erbaut und bis 1910 auch betrieben worden ist. Der größte Teil des Netzes wurde am 17. Dezember 1895 eröffnet. Der nördliche Anschluss an die Staatsbahn befand sich im Bahnhof Echem der Strecke Büchen–Lüneburg. Von hier führte die Kleinbahn ostwärts über Wendewisch zum Kopfbahnhof Brackede an der Elbe, dann wandte sie sich nach Süden und erreichte über Karze Anschlussbahnhof zunächst die Kreisstadt Bleckede und schließlich über Barskamp und Dahlenburg Ort den Staatsbahnhof Dahlenburg an der Strecke Lüneburg–Dannenberg. In Bleckede gab es seit dem Jahre 1900 ein Gütergleis …

  Dahlenburg – Bleckede – Carze Anschluß – Echem 1895 47,7 km 1934: 91f  
Carze Anschluß – Lüneburg 1904 22,0 km

Umspurung 1919

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21.

Steinhuder Meer-Bahn (1000mm), Karte

Die Steinhuder Meer-Bahn AG (St.M.B.) betrieb eine 52,7 Kilometer lange Schmalspureisenbahn von Wunstorf über Steinhude, Bad Rehburg, Stolzenau bis Uchte und eine sechs Kilometer lange, zunächst dreischienige, später nur regelspurige Strecke von Wunstorf nach Bokeloh. Am 21. Mai 1898 wurde der erste Abschnitt von Wunstorf, Hotel Ritter bis Bad Rehburg in Betrieb genommen. Weitere Teilstrecken folgten am 29. Oktober 1898 bis Rehburg Stadt, am 9. Dezember 1898 bis Stolzenau, am 1. April 1899 bis Nendorf und am 2. Mai 1899 bis Uchte Kleinbahnhof. Hier war Anschluss an die Mindener Kreisbahnen. So konnte man auf Schmalspurgleisen von Wunstorf über Uchte und Minden bis nach Lübbecke in Westfalen reisen. In Uchte war ab 1910 auch Anschluss an die Staatsbahn. Umsteigemöglichkeiten zur Staatsbahn gab es ferner in …

  Wunstorf – Stolzenau 1898   1934: 193d, 193f  
Stolzenau – Uchte 1899  
Wunstorf – Bokeloh
dreischienig
1905  

Stillegung Wunstorf – Uchte 1970

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22.

Großilsede-Lengeder Kleinbahn (780mm)

Die Eisenbahn Groß Ilsede–Broistedt wurde als Ilsede–Lengeder Eisenbahn am 12. November 1884 ebenfalls von der Ilseder Hütte eröffnet. 1914 firmierte sie als Anschlussbahn und ab 1919 – bis in die sechziger Jahre – als Kleinbahn Groß Ilsede–Broistedt. Die 13 km lange Strecke war ursprünglich in der Schmalspur 780 mm angelegt und diente auch dem öffentlichen Verkehr. Erst 1919 wurde sie auf Normalspur umgebaut. Im Personenverkehr wurde die Strecke anfangs nur bis Lengede bedient. 1897 fuhren zwei Zugpaare dorthin, drei weitere bis Steinbrück. 1914 waren es fünf Zugpaare bis …

  Grossilsede – Lengede 1884 11,2 km 1934: 189t  

Umspurung 1919

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23. Deutsches Feld- und Kleinbahnmuseum (600mm)
Deutsches Feld- und Kleinbahnmuseum e.V., Vertreten durch: Rainer Ebeling (Vorstand) Kontakt: 0 41 41 / 8 79 21 oder info@kleinbahn-deinste.de
  Deinste Klbf. – Lütjenkamp 1978 1,2 km heute: 12122  
24.

Tagesförderbahn Clausthal-Zellerfeld (600mm)

… vom abgebrochenen Kesselhaus ist auch noch erkennbar. Die Tagesförderbahn wurde zwischen ehemaligen Bahnhof und Ottiliaeschacht etwa auf der historischen Trasse nachgebaut. Damit können Museumsbesucher vom ehemaligen Clausthaler Bahnhof aus zum Ottiliae-Schacht fahren.

  Clausthal-Zellerfeld – Ottiliaeschacht 1993 2,2 km    
25. Hamburg-Aumühle (600mm)
Verein Verkehrsamateure u. Museumsbahn e.V., Ratiborweg 24, 22043 Hamburg, Tel.: 04104-1791
           
26.

Feldbahn Büsenbachtal (600mm)
"Wilde Erika"
Feld- und Kleinbahn Betriebs GmbH, PF 20 01, 21239 Buchholz, Tel.: 04187-32005 und 04186-892682

Die Wilde Erika (auch Feldbahn Büsenbachtal) war eine kurzzeitig bestehende Feldbahnanlage mit 600 mm Spurweite nahe Handeloh in Niedersachsen, die touristischen Zwecken diente. Die Bahn sollte nach Planungen ihres Betreibers, der Feld- und Kleinbahn-Betriebs-GmbH (FKBG), ursprünglich vom DB-Haltepunkt Büsenbachtal der Heidebahn zum Hof Wörme führen und landwirtschaftlichen Zwecken dienen. Errichtet wurde allerdings nur ein Teilstück, der DB-Haltepunkt wurde nicht erreicht. Die Eröffnung fand 1999 statt. Die Gemeinde Handeloh ließ den geplanten Weiterbau der Bahn wegen Anwohnerbeschwerden nicht zu. Die letzte Fahrt erfolgte am 29. September 2002, danach wurde die Strecke abgebaut. Grund für die Betriebseinstellung waren – nach Angaben des Betreibers – das …

  Büsenbachtal – Wörme Dorf 1997 1,5 km heute: 12123  
   

Stilllegung 2002

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27.

Feldbahnmuseum Hildesheim (600mm)

Das Feldbahnmuseum Hildesheim ist eine Einrichtung zur Erhaltung von Feldbahn-Fahrzeugen der Spurweite 600 mm in der niedersächsischen Stadt Hildesheim. Die private Sammlung besteht mittlerweile aus 27 Lokomotiven und gut 70 Wagen. Das Museum wurde 1983 durch die Übernahme der Lokomotiven der Ziegelwerke Albert in Algermissen gegründet und wird bis heute privat betrieben. Da sich eine geplante Museumsbahn nicht wie geplant verwirklichen ließ und die vorhandene Strecke in Algermissen nicht mehr genutzt werden konnte, zog das Museum 1984 auf den heutigen Standort in Hildesheim, Ecke Kennedydamm/Sachsenring, um. An öffentlichen Fahrtagen kann das rollende Material …

   
   
28.

Moorbahn Burgsittensen (600mm)

Die Moorbahn Burgsittensen ist eine Feldbahn, welche aus einer ehemaligen Torfbahn entstanden ist.

Sie diente von 1931 bis Ende 1999, als die letzten Torfabbaulizenzen in Tiste bei Sittensen erloschen, zur Abfuhr des Torfes, der unter anderem als Brennstoff benutzt wurde. Da die Moorbahn bis dahin bereits zu einem festen Bestandteil der Dorfgeschichte geworden war, wurde der Verein …

   
29.

Moorbahn Uchter Moor (600mm)

2006 entstand die heimatkundlich und touristisch ausgerichtete Moorbahn Uchter Moor. Gleichzeitig wurden ein Beobachtungsturm und Informationszentrum mit Café eingerichtet. Die Samtgemeinde Uchte hatte bereits 2001 Gleise eines ehemaligen Torfwerkes erworben. Das rund 10 km lange Streckennetz im Moor ist das längste Netz ähnlicher Bahnen in …

   
30.

Moorbahn Moorkieker (600mm), Aschhorn, Kehdinger Moor

Dabei handelt es sich um eine für den sicheren Personentransport umgebaute Lorenbahn, mit der die Euflor-Humuswerke früher Torf transportierten. “Moppel” tauften die Moorkieker-Initiatoren 1999 die kleine grün lackierte Diesellok, mit ihrer 20-PS-Maschine, die gemächlich gut 50 Fahrgäste über den vier Kilometer langen …

   
31.

Moorbahn Essern (600mm)

Die ersten 3,6 km Strecke stammen vom Torfwerk in Essern und wurden original von uns übernommen. Die Strecke wurde im Frühjahr 2006 erweitert und umfasst jetzt 9,5 km. Ein Teilstück wird im Mischbetrieb mit einem Torfwerk betrieben. Zur trockenen und sicheren Unterbringung der Lokomotiven und Wagen steht ein Lokschuppen am …

   
32.

Moorbahn Ahlenmoor (600mm), Flögeln

Eine Fahrt mit der Moorbahn tief in das Innere des Naturschutzgebietes Ahlenmoor gibt Antworten auf diese Fragen.
Mit einer umgebauten Feldbahn eines ehemaligen Torfwerks können Sie die Geheimnisse der einmaligen Landschaft erkunden. Unter fachkundiger Führung erfahren Sie an vier Haltepunkten an der 5,7 Kilometer langen Strecke alles Wissenswerte um den Lebensraum …

   
33.

Emsland Moormuseum bei Groß Hesepe (Gemeinde Geeste) (600mm)

Auf den Einsatz von Feldbahnen konnte beim Torfabbau nicht verzichtet werden. Ihre leichten Gleise konnten auch auf Moorflächen mit geringer Tragfähigkeit schnell verlegt und wieder abgebaut werden und haben im Gegensatz zu normalspurigen Eisenbahnen keinen aufwendigen Unterbau. Feldbahnen wurden für den Transport von Torf zu den Trockenfeldern und Verarbeitungsanlagen genutzt. Weißtorf wurde in zweiachsigen Gitterwagen, Schwarztorf wegen des höheren Eigengewichts zumeist in …

   
34.

Museum für feldspurige Industriebahnen Hitzhausen, Ostercappeln (600mm)

Auf einem Bauernhof in Hitzhausen befindet sich das Museumsgelände mit einer Gleisanlage von ca. 1 km. Mehr als 16 Lokomotiven, 100 Loren und Wagen unterschiedlicher Systeme sind hier restauriert und aufgestellt worden. Die Sammlungsstücke decken das gesamte Spektrum der Feldbahnsysteme ab. Der Fahrbetrieb ist mit mehreren Zuggarnituren …

   
35.

Moorbahn Sassenburg (600mm), Westerbeck

Die Besonderheiten der Moorlandschaft auf dem Gebiet der Gemeinde Sassenburg wollen wir Ihnen auf einer Fahrt mit der Schmalspurbahn zeigen. Los geht es hinter der Streuobstwiese in der Ortschaft Westerbeck, Im Hagen. In eigens für die Personenbeförderung hergerichteten, überdachten Wagen …

   

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Lok Johann Reiners der Bremer Schmalspurbahn