Sachsen-Anhalt I

hsb_99_222 Zug der HSB mit 99 222 in Drei Annen Hohne

– Bahnen im Harz, Kleinbahn des Kreises Jerichow I, Mansfelder Bergwerksbahnen, Industriebahn Halle und andere

 

Schmalspurbahnen in Sachsen-Anhalt
Schmalspurbahn News aus Sachsen-Anhalt
Die Gliederung:(Quelle der Anrisstexte und Streckengrafiken (Legende): Wikipedia)
  Gesellschaft (Spurweite in mm)
  Gesamt-Strecke
Vereins- oder Museumsbahnadresse
Teilstrecke eröffnet Länge Kursbuchstrecke Autor / Bemerkungen
1.

Salzwedeler Kleinbahn (1000mm), Karte

Die Salzwedeler Kleinbahnen GmbH war ein Eisenbahnunternehmen im Nordwesten des heutigen Sachsen-Anhalt. Es firmierte seit dem Jahre 1942/43 als Salzwedeler Eisenbahn GmbH. Die Gesellschaft war am 24. November 1921 durch die Fusion zweier Bahnunternehmungen entstanden, nämlich der am 29. Mai 1899 gegründeten Salzwedeler Kleinbahn GmbH und der am 29. Mai 1901 gegründeten Salzwedeler Kleinbahn-Gesellschaft Südost GmbH. An beiden hatte sich die Provinz …

  Salzwedel Neustadt – Diesdorf 1901 30,2 km 1934: 183v,
183w
 
Salzwedel Südost – Mahlsdorf 1901 9,7 km
Mahlsdorf – Winterfeld 1902 10,1 km
Umspurung Salzwedel Südost – Winterfeld 1926, neuer Endpunkt jedoch Badel
Umspurung Salzwedel Neustadt – Diesdorf 1927-1928, Stillegung 1997
2.

Kleinbahn AG Tangermünde-Lüderitz (750mm)

Die Kleinbahn Tangermünde–Lüderitz, auch Rübenbahn genannt, war eine Bahnstrecke im heutigen Sachsen-Anhalt. Ihre Betreibergesellschaft, die Kleinbahn-AG Tangermünde–Lüderitz (TLKB), wurde am 30. April 1902 mit Sitz in Tangermünde gegründet. Wichtigste Aktionäre waren der Preußische Staat und die Provinz Sachsen. Außerdem waren beteiligt der Landkreis Stendal, die Stadt …

  Tangermünde Neustadt – Lüderitz 1903 16,1 km    
Tangermünde – Tangermünde Neustadt 1904 0,4 km

Stillegung 1920

tangermuende_luederitz_strecke

3.

Altmärkische Kleinbahn (750mm), Karte

Die Altmärkische Kleinbahn AG – seit 1943 Altmärkische Eisenbahn-AG – war das bedeutendste Unternehmen der an Kleinbahnen reichen Landschaft im Norden des heutigen Landes Sachsen-Anhalt. Ihre rund fünfzigjährige Geschichte – geprägt durch mehrere Fusionen und Umbenennungen – ist …

1. Klötze – Vinzelberg; 46,5 km
Klötze – Wernstedt 1897 18,3 km 1934: 189d,
189f
 
Wernstedt – Gr. Engersen 1898 3,3 km
Gr. Engersen – Algenstedt 1899 7,5 km
Algenstedt – Lindstedt 1900 6,9 km
Lindstedt – Vinzelberg 1901 10,5 km

Umspurung Klötze – Gr. Engersen 1927
Stillegung Reststrecke 1923

kloetze_wernstedt_streckewernstedt_vinzelberg_strecke

4.

Stendaler Kleinbahn AG (1000mm), Karte

Die Kleinbahn AG Stendal-Arneburg wurde am 17. März 1898 gegründet. Das Königreich Preußen und die Provinz Sachsen übernahmen jeweils knapp ein Viertel der Aktien. Die andere Hälfte verteilte sich zu etwa gleichen Teilen auf Stadt und Kreis Stendal, die Stadt Arneburg sowie sonstige Interessenten. Die Gesellschaft eröffnete am 8. August 1899 eine meterspurige Kleinbahn von Stendal Ost nach Arneburg an der Elbe. Nach einem Umbau auf Normalspur wurde die 13 Kilometer lange Strecke am 2. Mai …

  Stendal – Arneburg 1899 13,0 km 1934: 183s  
Umspurung 1914
5.

Kleinbahn des Kreises Jerichow I (750mm), Karte
Kontakt über: Kilian Kindelberger, Wall am Kiez 2/4, 14467 Potsdam, Tel.: 0331-2700240, Mail: magdeburgerforth@t-online.de

Die Kleinbahnen des Kreises Jerichow I waren ein Eigenbetrieb des ehemaligen Landkreises Jerichow I, dessen Gebiet heute zum Landkreis Jerichower Land gehört. Es handelte sich um eine Schmalspureisenbahn, deren Spurweite in dem insgesamt bis zu 101,6 Kilometern langen Streckennetz 750 mm betrug. Davon waren 12 Kilometer dreischienig angelegt. Die Bahn nahm am 4. April 1896 mit der Eröffnung der Streckenabschnitte Burg–Grabow–Magdeburgerforth sowie Burg Zerbster Tor–Stegelitz ihren Betrieb auf. Als Nächstes folgten am 19. Juli 1896 die Abschnitte Stegelitz–Groß Lübars und Magdeburgerforth–Ziesar Ost sowie am 8. Oktober der Abschnitt Magdeburgerforth–Altengrabow–Groß Lübars. Am 12. Dezember 1896 ging der Anschluss zum Ihlehafen in Burg in Betrieb. Am 21. Juli 1902 wurde die Teilstrecke zwischen Groß Lübars und …

  Burg Umladebf. – Magdeburgerforth – Ziesar Ost 1896 37,1 km 1934: 183a, 183b, 183c, 183f  
Burg Mitte – LübarsMagdeburgerforth 1896 36,6 km
Burg – Elbe-Havel-Kanal 1896 1,3 km
Lübars – Gommern 1903 31,6 km

Stillegung 1930-1965

magdeburgerforth_altengrabow_strecke

6.

Kleinbahn Gommern-Pretzien (750mm)

Die Geschichte der Kleinbahn Gommern-Pretzien beginnt am 15. März 1886, als zum Bau und Betrieb einer Werksbahn von mehreren Steinbruchbesitzern die Genossenschaft Gommern-Pretziener Kleinbahn E.G.m.u.H. gegründet wurde. Sie sollte nur dem Güterverkehr, nämlich der Beförderung von Steinen aus den Quarzit-Brüchen der Gegend um Gommern zum Elbehafen in Pretzien dienen. Daher wechselten Trassen und Umfang des Netzes häufig, das mit allen Verzweigungen maximal zwölf Kilometer umfasste. Die Gommern-Pretziener Eisenbahn, wie sie dann genannt wurde, erhielt 1888 die Genehmigung zum Betrieb einer Lorenbahn in der Spurweite 600 Millimetern, die von Strafgefangenen bewegt wurde.

Nachdem die Gleise auf 750 mm Spurweite umgespurt worden waren, wurde am 5. Dezember 1890 der Dampfbetrieb auf der Strecke von den Steinbrüchen bei Gommern, Plötzky und …

  Gommern – Pretzien Verschiffungsplatz Alte Elbe 1890 4,3 km    
Pretzin – Dannikow 1900 3,9 km    
Stillegung ?
7.

Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn (1000mm), Karte

Selketalbahn, Gernroder-Harzgeroder Eisenbahn und Anhaltische Harzbahn waren verschiedene Bezeichnungen für die 1000-mm-Schmalspurstrecken im Unterharz, die ursprünglich der Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn-Gesellschaft (GHE) gehörten. Heute wird nur noch die Bezeichnung Selketalbahn verwendet. Dazu gehören die Strecke Quedlinburg–Gernrode (seit 2006) und weiter nach Alexisbad und Hasselfelde, die Strecke Alexisbad–Harzgerode und die Verbindungsstrecke Stiege–Eisfelder Talmühle. Die Strecke folgt zwischen Mägdesprung und Albrechtshaus …

1. Quedlinburg – Gernrode – Alexisbad – Stiege – Hasselfelde / Eisfelder Talmühle; 60,9 km
Quedlinburg – Gernrode
umgespurt von Normalspur, ehem. Strecke Quedlinburg – Gernrode – Frose
2006 8,5 km 1934: 158k
2013:
333
HSB-Seite, Selketalbahn, IG Harzer Schmalspur-
bahnen
Gernrode – Mägdesprung 1887 10,2 km
Alexisbad – Silberhütte 1889 3,2 km
Mägdesprung – Alexisbad – Harzgerode 1888 7,3 km
Silberhütte – Güntersberge 1890 9,3 km
Güntersberge – Stiege 1891 8,9 km
Stiege – Hasselfelde 1892 4,6 km
Stiege – Eisfelder Talmühle 1905 8,9 km
Anschlußbahnen: Silberhütte – Neudorf (750mm) und Fluor – Flußspatgrube: 1,5 km

planmäßiger Dampf-Betrieb, Betreiber:
Harzer Schmalspurbahnen GmbH, Friedrichstr. 151, 38855 Wernigerode, Tel.: 03943-558143;
Sonder- und Charterfahrten des Freundeskreis Selketalbahn e.V., Heiko Fricke, Ballenstedter Str. 22, 06507 Rieder, Tel.: 039485-61661;
Stillegung Straßberg – Stiege 1946, Wiederinbetriebnahme: 1983, zwischen 1946 und 1950 war die Selketalbahn zwischen Stiege und Gernrode (außer Anschluss Herzogschacht) abgebaut gewesen

quedlinburg_hasselfelde_streckealexisbad_harzgerode_streckestiege_eisfelder_talmuehle_strecke

8.

Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn (1000mm), Karte

Die Harzquerbahn verbindet als Schmalspurbahn in Meterspur die Städte Nordhausen in Thüringen und Wernigerode in Sachsen-Anhalt. Die eingleisige, nicht elektrifizierte Strecke durchquert den Harz in Nord-Süd-Richtung. Betreiber sind die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB).

Als erster Abschnitt der Harzquerbahn ging am 12. Juli 1897 die Strecke Nordhausen–Ilfeld in Betrieb, am 7. Februar 1898 folgte die Fortsetzung bis Netzkater und am 15. September desselben Jahres bis Benneckenstein. Von Norden her wurde am 20. Juni 1898 das Teilstück von Wernigerode nach Drei Annen Hohne fertiggestellt. Das fehlende Stück zwischen Drei Annen Hohne und Benneckenstein konnte schließlich am 27. März 1899 zusammen mit der Strecke zum Brocken dem Betrieb übergeben werden. Betreibergesellschaft war ursprünglich die …

1. Nordhausen – Eisfelder Talmühle – Drei Annen Hohne; 46,4 km
Nordhausen – Ilfeld 1897 10,7  km 1934: 182b
2013:
326
HSB-Seite, IG Harzer Schmalspur-
bahnen
Ilfeld – Eisfelder Talmühle – Benneckenstein 1898 19,2  km
Benneckenstein – Drei Annen Hohne 1899 16,5km

planmäßiger Dampf-Betrieb, Betreiber:
Harzer Schmalspurbahnen GmbH, Friedrichstr. 151, 38855 Wernigerode, Tel.: 03943-558143

nordhausen_sorge_streckesorge_wernigerode_strecke

2.

Brocken – Schierke – Drei Annen Hohne – Wernigerode; 33,0 km

Bereits 1869 gab es einen Entwurf für den Bau einer Eisenbahn zum Brocken, der jedoch abgelehnt wurde. Ein Neuversuch von 1895 glückte hingegen; am 30. Mai 1896 wurde die Baubewilligung erteilt, nachdem Fürst Otto zu Stolberg-Wernigerode die entsprechenden Grundstücke abgetreten hatte. Der erste Abschnitt der Brockenbahn, von Drei-Annen-Hohne nach Schierke, wurde am 20. Juni 1898 eröffnet, die Bauabnahme der Reststrecke bis zum Brocken erfolgte am 4. Oktober 1898. Zunächst wurde der Brocken nur vom 30. April bis zum 15. Oktober bedient, im Winterhalbjahr endeten sämtliche Züge im Bahnhof …

Schierke- Drei Annen Hohne- Wernigerode 1898 19,6 km 1934: 182b
2013:
325
HSB-Seite, IG Harzer Schmalspur-
bahnen
, Webcam vom Brocken
Brocken- Schierke 1899 13,5 km

planmäßiger Dampf-Betrieb, Betreiber:
Harzer Schmalspurbahnen GmbH, Friedrichstr. 151, 38855 Wernigerode, Tel.: 03943-558143

dreiannenhohne_brocken_strecke

9.

Mansfelder Bergwerksbahn (750mm)
heute: Mansfelder Bergwerksbahn e.V., Postfach 1240, 06284 Lutherstadt Eisleben, Tel.: 034772-27640

Unter dem Namen Mansfelder Bergwerksbahn (MBB) wird auf einem Teil des ehemals umfangreichen Netzes von Bergwerksbahnen im Mansfelder Land eine dampfbetriebene Museumseisenbahn betrieben. Sie hat die Spurweite 750 Millimeter. Nachdem jahrhundertelang Erz (Kupferschiefer) von den Gruben und kleinen Schächten zu den Brennplätzen und Hütten mit Fuhrwerken befördert worden war, stieß man Ende des 19. Jahrhunderts durch die Eröffnung von größeren Schächten und der Eröffnung der Krughütte in Eisleben an die Grenzen. Daher wurde 1886 beschlossen, eine „Lokomotivförderbahn“ zu bauen. Aufgrund des hügeligen Geländes entschied man sich (vor allem wegen des geringeren technischen und finanziellen Aufwandes) zum Bau einer Schmalspurbahn mit 750 mm Spurbreite. Am 15. November 1880 eröffnete die Mansfelder Bergwerksbahn ihren Betrieb, um Erze, Kohle, Koks und andere Materialien zu transportieren. Zunächst wurde eine 4,5 km lange Strecke zwischen dem Glückhilfsschacht bei Welfesholz und der …

  diverse Strecken im Raum Eisleben – Hettstedt 1880 45 km    

Stillegung ?, Museumsbetrieb Klostermansfeld – Hettstedt (11 km)
ehemalige nichtöffentliche Werkbahn

benndorf_hettstedt_strecke

10.

Dessau-Radegast-Köthener Bahn (750mm), Karte

Die Dessau-Radegast-Köthener Bahn (DRKB) (bis 11. November 1926 Dessau-Radegast-Cöthener Bahn (DRCB), da sich Köthen bis zu diesem Tag mit „C“ schrieb) betrieb ein 750-mm-Schmalspurnetz um Radegast. Die Eisenbahngesellschaft Burchard & Co. begann 1893 mit Vorarbeiten zu einer schmalspurigen Kleinbahnstrecke von Cöthen über Radegast nach Zörbig. Die Strecke von Kleinbahnhof Köthen nach Radegast am 30. Oktober 1896 für den landwirtschaftlich geprägten Güterverkehr, vor allem Zuckerrüben für die Zuckerfabriken in Radegast, Klepzig und Prosigk, und am…

  Dessau DRKB – RadegastOsterköthen 1896 39,6 km 1934: 152p,
152q, 152r
 
Radegast-Zörbig 1898 3,5 km

Stillegung 1938-1946

dessau_radegast_strecke

11.

Allgemeine Deutsche Kleinbahngesellschaft (1000mm) (elektrifiziert)

Die Elektrische Kleinbahn Mansfeld war eine elektrisch betriebene 1000 mm Kleinbahn im Mansfelder Bergbaurevier, die der Elektrischen Kleinbahn im Mansfelder Bergrevier AG gehörte. Während der nur kurzen Betriebszeit führte zunächst die Firma Kramer & Co. in Berlin den Betrieb. Ab 1. Januar 1901 übernahm diese Aufgabe die Allgemeine Deutsche Kleinbahn AG und ab 1. Januar 1920 das Elektrizitätswerk Sachsen-Anhalt. Bereits 1896 gab es erste Bestrebungen zum Bau einer Eisenbahn, am 27. Juni 1898 erhielt dann die Elektrische Kleinbahn im Mansfelder Bergrevier AG die Konzession für eine schmalspurige elektrifizierte Kleinbahn von Hettstedt nach Eisleben. Nachdem Ende des Jahres 1898 mit einem Kapital von 4,5 Millionen Mark die Bauarbeiten begannen, konnte die Kleinbahn schrittweise zwischen dem 10. April und …

  Hettstedt – Klostermannsfeld – Eisleben – Helfta 1900 31,8 km    

Stillegung 1922

hettstedt_helfta_strecke

12.

Industriebahn Halle (1000mm)

Die Industriebahn in Halle (Saale) war eine schmalspurige Anschlussbahn zur Verbindung der im Süden der Stadt liegenden Fabriken an das Netz der regelspurigen Hafenbahn Halle. Am 13. Februar 1895 wurde die schmalspurige Industriebahn eröffnet. Sie verband zunächst sieben Fabriken als Stichstrecke mit der regelspurigen Hafenbahn. Dazu wurde an der Kreuzung Turmstraße ein Betriebsbahnhof mit Rollbockverkehr errichtet. Die Industriebahn führte mit ihren Gleisen in sehr engen Bögen fast durch jedes Fabriktor und teilweise sogar bis in die Produktionshallen. Die Schmalspurstrecke wurde ebenso wie die Normalspurstrecke zwischen dem Thüringer Güterbahnhof und dem Sophienhafen (die Hafenbahn Halle) von der Halleschen Hafenbahn AG, die 1897 mit der …

  Halle Industriebf.-Turmstr. 1895 1,3 km    

Stillegung 1994

halle_strecke

13.

Rosenburg-Patzetzer Anschlussbahn (600mm)

Die Pferdebahn Patzetz–Breitenhagen war ein Pferdebahnbetrieb in den Ortsteilen Patzetz, Groß Rosenburg und Breitenhagen der heutigen Stadt Barby in Sachsen-Anhalt. Die Verkehrsanbindung der im 19. Jahrhundert selbständigen Gemeinden Patzetz, Groß Rosenburg, Breitenhagen sowie der Domäne Klein Rosenburg bestand aus einer Posthalterei und einer Spedition. Um die Anbindung zu verbessern, wurde 1883 der Staatsbahnhof Patzetz – der heutige Bahnhof Sachsendorf – eröffnet. Das sieben Kilometer entfernte Groß Rosenburg und die neun Kilometer entfernte Domäne Klein Rosenburg, sowie die Gemeinde Patzetz stimmten Anfang 1884 für den Bau einer Bahnstrecke zwischen den Ortschaften, die in der Spurweite von 600 Millimetern ausgeführt und als Pferdebahn betrieben werden sollte. Die Bauarbeiten begannen im Frühjahr 1884 und am …

  Rosenburg – Patzetz 1883 13,6 km    

Umstellung auf Dampfbetrieb 1922, Stilllegung 1950

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14.

Peißnitzexpreß Halle / Saale (600mm)
Eisenbahn "Peißnitzexpreß" e.V., Peißnitzinsel 4, 06108 Halle, Tel.: 0345-806 03 16

Die Parkeisenbahn Peißnitzexpress ist eine Schmalspurbahn mit einem zwei Kilometer langen Rundkurs auf der Peißnitzinsel zwischen der schiffbaren Saale und der Wilden Saale in Halle (Saale). Die Bahn weist eine Spurweite von 600 mm auf. Am 12. Juni 1960 wurde sie als achte Pioniereisenbahn – von zuletzt 11 (12) – in der DDR eröffnet. Errichtet wurde sie durch Betriebe der Stadt Halle und durch Dienststellen der Deutschen Reichsbahn. 1968 entstand an der Blockstelle Schwanenbrücke ein Lokschuppen, der 1988/89 nochmals erweitert wurde und mit seinen zwei Gleisen allen Fahrzeugen Unterstellraum bietet. Der heutige Bahnhof Peißnitzexpress stammt aus …

  Rundkurs 1960 2 km    
15.

Parkbahn Vatterode (500mm)

Die Parkeisenbahn Vatterode ist eine schmalspurige ehemalige Pioniereisenbahn. Sie verbindet die Ortschaft Vatterode mit dem Naherholungsgebiet Vatteröder Teich. Aufgrund aufwändiger Wartungsarbeiten an den Lokomotiven und Wagen sowie zahlreicher Arbeitseinsätze vor Ort ist der Fahrbetrieb zur Zeit eingestellt. Ab Mai 1967 errichteten Mitarbeiter des Transportbetriebes des Mansfeldkombinates „Wilhelm Pieck“ in einer sechswöchigen Bauphase die gesamte Anlage.[1] Nicht dokumentiert, aber mehrfach durch Augenzeugen bestätigt, wirkten auch Häftlinge der Justizvollzugsanstalt Volkstedt beim Gleisbau mit. Am 2. Juli 1967 wurde die Eisenbahn als „Pioniereisenbahn ‚Junges Leben‘ Vatterode“ eröffnet. Den Beinamen „Junges Leben“ erhielt sie aufgrund des am 3. Juli 1967 begangenen „Tags des Bergmanns“.[2] Zum Zeitpunkt der Eröffnung war sie die 11. Pioniereisenbahn der Deutschen Demokratischen Republik. Mit ihrer Spurweite von 500 mm ist sie …

  Mansfeld Schleife – Wippergrund 1967 1,3 km    
16. Bergbaumuseum Röhrigschacht Wettelrode (600mm)
Bergbaumuseum Röhrigschacht, 06528 Wettelrode, Tel.: 03464-57 26 49
  Grubenbahn        
17.

Schlanstedter Feldbahn (600mm)
Historische Schlanstedter Feldbahn "Strube-Bahn", Michael Klein, Minna-Bollmann-Str. 73, 38820 Halberstadt, Tel.: 03941-61 43 10

Die Strube-Bahn war eine Feldbahn der heute noch bestehenden Saatzuchtfirma Strube in Schlanstedt in Sachsen-Anhalt, die den Bahnhof Eilenstedt an der Bahnstrecke Jerxheim–Nienhagen mit mehreren Wirtschaftsgebäuden des Betriebes vernetzte. Sie war eingleisig und nicht elektrifiziert. Heute ist sie bis auf ein Teilstück, das noch als Museumsbahn betrieben wird, stillgelegt und größtenteils abgebaut. 1879 wurde die Saatzuchtfirma Strube in Schlanstedt gegründet. Schon bald zeigte sich, dass ein Verkehrsmittel zum Transport der Erzeugnisse benötigt wurde. Zu dieser Zeit war die Rimpau-Bahn, welche ebenfalls eine Feldbahn in und um Schlanstedt war, bereits errichtet. Die normalspurige Staatsbahn Jerxheim–Nienhagen war jedoch drei Kilometer entfernt, es bestand also noch keine direkte Gleisanbindung. Schließlich baute man 1915 eine Feldbahnstrecke, die von den Wirtschaftsgebäuden der Saatzuchtfirma in Schlanstedt zum Bahnhof Eilenstedt führte, von wo aus …

  Neudamm – Zuckerfabrik Schlanstedt
Museumsbetrieb
ca. 1860 heute 1,0 km    
Eilenstedt – Schlanstedt 1915 3 km    
    schlanstedt_01_streckeschlanstedt_02_strecke
18.

Parkeisenbahn "Krumbholz" Bernburg (600mm)
Parkeisenbahn "Krumbholz", Krumbholzallee, 06406 Bernburg, Tel.: 03471-35 20 12

 

  Rosenhag – Paradies 1969 1,9 km    
19.

Feldbahn des Sodawerkes Staßfurt (600mm)

Die Feldbahn des Sodawerkes Staßfurt ist eine Lorenbahn in Staßfurt im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt, die dem Transport von Kalkstein dient. Ihre Spurweite beträgt 600 mm. Die Strecke ist eingleisig und elektrifiziert. Betrieben wird sie mit Elektrolokomotiven. Das große Sodavorkommen veranlasste die Chemische Fabrik Magdeburg-Buckau AG, am 27. Juli 1882 ein Tochterunternehmen in Staßfurt zu gründen. Bereits in der Anfangszeit herrschte ein so großer Bedarf an Kalkstein, dass die Pferdegespanne mit der Förderung nicht mehr nachkamen und der Bedarf der Firma nicht gedeckt werden konnte. Die Aktiengesellschaft entschloss sich daraufhin, eine Feldbahn zu bauen, um das Gestein aus den Gruben bei Staßfurt und Förderstedt effektiver zum …

           
  stassfurt_strecke
20.

Rimpaubahn (600mm)

Die Rimpau-Bahn war eine Feldbahn zwischen Schlanstedt und Neudamm in Sachsen-Anhalt. Sie war eingleisig und nicht elektrifiziert. Heute ist sie stillgelegt und abgebaut. Die Feldbahn diente ausschließlich zum Transport landwirtschaftlicher Erzeugnisse, vor allem Zuckerrüben. 1839 gründete Arnold August Wilhelm Rimpau, nach dem die Feldbahn benannt ist, eine Zuckerfabrik in Schlanstedt. Um 1860 wurde dann die Rimpau-Bahn gebaut. Im Bereich der Zuckerrübenfelder zwischen Schlanstedt und Neudamm gab es fünf Weichen, an die insgesamt …

   
rimpaubahn_strecke
21.

Pfännerschaftliche Kohlebahn (900mm)

Die Pfännerschaftliche Kohlebahn befand sich in Halle (Saale). Die Kohlebahn lieferte einst den für das Kochen der Sole in der halleschen Saline notwendigen Brennstoff in Form von Braunkohle von der Pfännerschaftlichen Grube „Alt-Zscherben“. Die Grube (heute Friedhofsteich) befand sich damals etwa auf halber Strecke zwischen dem Ort Zscherben und Nietleben (heute Halle-Neustadt). Die Schmalspurbahn (900 mm) wurde von 1875 bis 1876 errichtet, war ca. 5,6 Kilometer lang und überwand einen Höhenunterschied …

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22.

Tollwitz-Dürrenberger Eisenbahn (585mm)

Die Tollwitz-Dürrenberger Eisenbahn war eine Kohleneisenbahn von Tollwitz nach Bad Dürrenberg und wurde am 15. September 1836 eröffnet. Sie hatte eine Spurweite von 585 mm und diente dem Transport von Braunkohle zur Beschickung der Siedeöfen der Saline Dürrenberg, aber auch zum Abtransport der Asche. Sie war die erste Eisenbahn in der damaligen preußischen Provinz Sachsen. Überregionale Bekanntheit erlangte die Tollwitz-Dürrenberger Feldbahn durch ihre teilweise spektakulären Ingenieurbauten, wie den ersten, nach heutigem Maß 177 Meter langen Tunnel an der Einfahrt zum Salinengelände, damals bezeichnet als „unterirdischer gewölbter Weg“. An der tiefsten Stelle lag der Stollen 5 Meter unter der Erdoberfläche. Dieser Tunnel war der erste deutsche Eisenbahntunnel überhaupt. Außerdem war eine circa 150 Meter lange, gemauerte …

 

mansfeld_lok_10 Mansfelder Bergwerksbahn Lok 10, 2012; Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mansfelder_Bergwerksbahn